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Samstag, 9. November 2013

Neu entdeckt - mitten in Hamburg

Heute habe ich mich mal wieder auf Tour gemacht, um ein paar Brücken für mein Blog über Hamburgs Brücken zu fotografieren. Geplant war die folgende Tour, die ich auch fast komplett so erledigt habe.



Also einmal quer durch Hamm, Billbrook und Billwerder. Insgesamt habe ich 18 Brücken vor die Linse bekommen, die nun nach und nach veröffentlicht werden. Aber wenn man so auf Tour ist, dann sieht man auch Dinge, die man zuvor nicht kannte - oder wie in meinem Fall, auch gar nicht wusste, das es sowas in Hamburg gibt.

Beispielsweise war mir nicht bekannt, dass es am Borstelmannweg / Ecke Süderstraße ein Störtebeker Haus gibt. Und direkt davor auch noch die Störtebeker Säule mit einer Abbildung seiner Kogge. Diese Granitsäule misst 14m und ist im letzten Jahr eingeweiht worden - ist also für Hamburger Verhältnisse brandneu. Details hierzu und welche Hindernisse beim Bau zu überwinden waren finden sich in diesem Artikel des Wochenblatts



Jetzt, wo ich wieder zu Hause bin und mich informiere, ärgere ich mich, dass ich nicht ins Störtebeker-Haus hineingegangen bin. Ich habe nämlich die Seite 360-Grad-Panorama-Fotografie entdeckt, auf der die Eingangshalle präsentiert wird. Ein Klick, der sich lohnt! Oder schaut Euch auf der gleichen Seite die Bilder von dem Fahrstuhl im Störtebeker-Haus an. Wow!

In Rothenburgsort am Billhorner Deich fand ich dann ein Mahnmal zum innehalten. Im Carl Stamm Park befindet sich das Mahnmal in Gedenken an die Opfer des Feuersturms während der Operation Gomorrha vom 24. Juli bis 3. August 1943 bei der während der Luftangriffe auf Hamburg über 40.000 Menschen getötet wurden und die Stadtteile Borgfelde, Hamm, Hammerbrook und Rothenburgsort fast vollständig zerstört wurden.







Dieses kleine Haus ist in verkleinertem Maßstab einem Terrassenhaus nachgebaut, eines der typischen und prägenden Arbeiterhäuser des damaligen Rothenburgsort. Im Inneren sind Zitate von Überlebenden des Feuersturms angebracht und diese haben mir einen dicken Kloß im Hals gebracht.

Im Jahr 2010 wurde der damalige Hexenpark in Carl Stamm Park umbenannt, um Carl Stamm zu ehren, einem jüdischen Kinderarzt, der bis zur Machtergreifung der Nazis Chefarzt im Kinderkrankenhaus Rothenburgsort war. Kurz vor seiner Deportation im Jahr 1941 ist er aus "ungeklärten Umständen" gestorben.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch einmal auf die Informationsseite über die Gedenkstätten oder Erinnerungsstätten in Hamburg hinweisen. 

Wobei auch diese wieder einmal ein hervorragend Beispiel dafür ist, warum Bloggen so interessant ist. Seit ich blogge, informiere ich mich über Dinge, die ich vorher nicht kannte oder mich nicht damit beschäftigt hatte und ich habe so meinen Wissensschatz unglaublich erweitert.


Ein klares Plädoyer also für das Bloggen und Netzwerken!




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