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Mittwoch, 30. Oktober 2013

Pink

Ursprünglich sollte der Titel dieses Blogposts "Hamburg in Pink" heißen; denn als solches war die Aktion angekündigt. Mehr als die Alsterfontäne in Pink konnte ich aber nicht entdecken. Vielleicht war ich auch nicht lange genug vor Ort, aber mir war kalt.

War neulich noch der Michel in pink beleuchtet, um anlässlich des internationalen Mädchentags auf die Unterdrückung der Mädchen (und Frauen) in den Entwicklungsländern hinzuweisen, geht es bei der Aktion "Hamburg wird pink" darum, das Bewusstsein für Brustkrebs zu stärken. Im Vorfeld hatte ich gelesen, dass vom 29. bis 31. Oktober 2013 nicht nur die Alsterfontäne pink beleuchtet wird, sondern auch die Fassaden der beiden unterstützenden Unternehmen Hapag-Lloyd und Alsterhaus. Nur: davon habe ich nichts gesehen. Aber wie gesagt, vielleicht habe ich nicht lange genug gewartet.

Schade fand ich, dass nirgendwo vor Ort auf diese Aktion hingewiesen wurde, so dass Menschen, die sich vorher nicht hierüber informierten, sicherlich gar nicht wussten, warum die Fontäne nun in Pink leuchtet.

Zuvor jedoch habe ich mir die Outdoorgalerie mit Fotografien von Guy Bourdin angesehen, die auf die Guy Bourdin Retrospektive in den Deichtorhallen im Haus der Photographie hinweist. Dank eines Postings von Hamburg Ahoi auf Instagram habe ich hiervon Kenntnis erlangt. 



Noch bis zum 7. November kann man sich diese Fotografien im Magazin-Stil ansehen. Es lohnt sich. Danke also für den Tipp, @HamburgAhoi

In der Dämmerung habe ich dann noch ein paar Fotos gemacht, bevor die Alsterfontaine in pink strahlte. Wie ich mir jetzt angewöhnt habe, fotografiere ich bei Dämmerung oder Dunkelheit nur noch mit meinem iPhone 4S mit der normalen Kamera-App. Alle Fotos sind unbearbeitet. 



Hapag Lloyd
Alsteranleger




Restaurant Galatea




Ich fand's schön und finde weiterhin, dass pink Hamburg steht. Meinetwegen könnte die Alsterfontäne ständig farbig beleuchtet werden.

So, und nun zum Vergleich zum letzten Mal die gleichen Fotos; nur, dass ich die mit der Casio Exilim gemacht habe. Ich denke, es ist klar, warum ich nur noch mit dem iPhone fotografiere, oder?







Bis morgen habt Ihr die Chance, Euch Hamburg in Pink anzuschauen. Vielleicht leuchten dann ja auch die Fassaden.





Sonntag, 27. Oktober 2013

Speicherstadt Story II

Aufgrund eines Gewinns bei hamburg.de hatte ich das große Glück, der Aufführung der Speicherstadt Story II teilnehmen zu dürfen, die in einer nicht öffentlichen Aufführung dargeboten wurde. Das war natürlich genau das Richtige für mich; denn die Speicherstadt zieht mich immer wieder magisch an. Nicht nur in der Dunkelheit.





125 Jahre Speicherstadt - zu diesem Jubiläum gibt es also die Fortsetzung er Speicherstadt Story (und eine höchst informative Zusammenfassung von der HHLA). Die Aufführung der Speicherstadt Story II fand in der alten Kaffeebörse in der Straße Pickhuben statt. Mitten in einer Baustelle, da das Gebäude zurzeit zu einem Hotel umgebaut wird und der Veranstaltungsraum der Aufführung zukünftig der Frühstücksraum des Hotels werden wird. 


Initiator und Macher der Geschichte ist Michael Batz, der Leiter des Theater in der Speicherstadt und Hamburger Lichtkünstler, den sicherlich jeder kennt, da wir ihm die Blauen Tore (Blue Goals) auf den Dächern Hamburgs anlässlich der Fußball-WM 2006, den Blue Port, der Beleuchtung der Speicherstadt etc zu verdanken haben.


Die Speicherstadt Story II erzählte abwechslungsreich durch Lesungen, Gesang sowie Bilder und Filmausschnitte die Geschichte der Lagerhäuser von 1888 bis 1968. Kurzweilig, abwechslungsreich, schmissig - Zuschauer, die nicht aus Hamburg kommen, werden sicherlich ihre Probleme gehabt haben, einiges zu verstehen, denn schließlich ging es um Quartiersmänner, Schauerleute, Ewer, Schuten, Schottsche Karren etc. sowie um den Kastellan der Speicherstadt.

Durch die Geschichte der Lagerhäuser, dargeboten vom Ensemble des Theater in der Speicherstadt, zog sich als Roter Faden die Geschichte dreier Personen und ihre eigene Entwicklung und Aufstieg. Vom einfachen Lehrling ins Kontor. Von der Kaffeebörse, dem Kaffeehandel, dem Teehandel über Kakaobohnen, Hülsenfrüchte, Gewürze etc. Eben über alles, was in der Speicherstadt umgeschlagen und gelagert wurde. Die Geschichte der HHLA durfte natürlich ebenfalls nicht fehlen. Die HHLA war damals Verwalter der Speicherstadt und hat sich im Laufe der Zeit zu einem Logistikkonzern gewandelt. Auf ihrer Homepage gibt die HHLA übrigens eine interessante Zusammenfassung über die Geschichte der Speicherstadt. Ein Blick, der sich lohnt. 


Sehr sehr viel Interessantes war zu erfahren: so auch, dass bei den Bombenangriffen im 2. Weltkrieg zwar weit über 60% der Speicherstadt, der Lagerhäuser zerstört wurden, nicht aber die unzähligen Brücken, was dann beim Wiederaufbau natürlich hilfreich war. 

Hälssen & Lyon ... ein Name, der ganz eng mit der Speicherstadt verbunden ist. Das führende Teehandelshaus schlechthin und mir wohl bekannt, da damals während meiner Ausbildung zur Exportkauffrau einige Mitschüler ihre Ausbildung bei Hälssen & Lyon absolvierten. So wurde selbstverständlich in der Speicherstadt Story auch auf die Teeverkostungen eingegangen. 

Erfahren habe ich auch wie der Name Tchibo entstand: Max Herz und Carl Tchilling-Hyrian gründeten 1949 die Firma, dessen Name sich aus den Namen Tchilling und Bohne zusammen setzt. 

Da dies hier aber kein Geschichtsblog ist, empfehle ich Euch, mal die Geschichte der Speicherstadt bei Wikipedia nachzulesen. Es ist richtig spannend. So wie eben die Speicherstadt als solches auch. 

Ach so: und wo es eine Speicherstadt Story II gibt, gibt es natürlich auch einen ersten Teil. Die StaBi hat hier einen schönen Bericht zu geschrieben. 

Versagen und Erfolg

Manchmal liegen Versagen und Erfolg ganz dicht beieinander. Oder in einer Jackentasche. Es geht nämlich in diesem Fall um Fotoaufnahmen in der Dunkelheit. Wie Ihr sicherlich schon mitbekommen habt, fotografiere ich in erster Linie für meine Blogberichte mit meiner Casio Exilim EX-Z1000. Sie macht ja "eigentlich" auch gute Bilder. Wo sie aber komplett versagt ist in der Dämmerung und Dunkelheit. Aber ... nun kommt der Erfolg ins Spiel: ich habe ja noch mein iPhone 4S, mein heißgeliebtes Smartphone, was mich nie im Stich lässt und auf das ist auch in der Dunkelheit Verlass.

Aber vor der Dunkelheit kommt die Dämmerung und vor der Dämmerung der Nachmittag. Ich habe mich heute am späten Nachmittag in der Speicherstadt aufgehalten, da ich abends zu einer Theater-Aufführung wollte. Dazu aber mehr in einem anderen Post.

Ich saß an der Jungfernbrücke auf einer Bank, las meinen spannenden Krimi auf dem Kindle als unter lautem Gehupe 4 Fahrzeuge einer türkischen Hochzeitsgesellschaft vorfuhren und anhielten. Neben einer wunderhübschen Braut in einem wunderhübschen Kleid stiegen auch 3 Fotografen aus und ein paar Leute aus der Hochzeitsgesellschaft und die Fotografen gingen schnurstracks zur Kannengießerortbrücke, während der Braut noch die Schleppe drapiert wurde.

Ich bin dann auf die kleine Gruppe zugegangen, um ihnen den Tipp zu geben, unbedingt ein Foto auf der Jungfernbrücke zu machen; denn schließlich ist dies die Hochzeitsbrücke und sie nahmen den Tipp dankbar auf. Ein paar Minuten später, das Brautpaar steht auf der Kannengießerortbrücke und wird fotografiert, läuft ein Grüppchen von ca. 10 Personen an ihnen vorbei. Jemand aus der Hochzeitsgesellschaft ruft plötzlich "ey, das ist Angela Merkel!" Ich dachte, sie veralbern eine ahnungslose Passantin, bis sich die Frau umdrehte, lächelte und siehe da: es war tatsächlich Angela Merkel, die dann angesprochen wurde, ob sie kurz für ein Foto bereit wäre ....

Frau Merkel ließ sich nicht zweimal bitten, meinte sofort, "dann aber besser ohne Jacke", zog ihre Windjacke aus, gab sie einem aus ihrer Entourage, ging zum Brautpaar und hat ihnen zunächst ganz nett und persönlich zur Hochzeit gratuliert. Dann stellte sie sich in die Mitte und ließ sich fotografieren. Ich habe natürlich auch schnell auf den Auslöser gedrückt :-)


Das Brautpaar hat jetzt auf jeden Fall eine einmalige Erinnerung. Kurz danach setzte auch die Dämmerung ein, meine Veranstaltung begann und als sie beendet war, war die Speicherstadt wie immer wunderschön beleuchtet.

Jetzt kommen wir zum eigentlichen Thema. Dem Versagen der Casio Exilim. Ich habe auf Automatik und auch auf "Nachtszene" gestellt mit folgendem Ergebnis:








Und zum Vergleich nun der Erfolg, den ich mit dem iPhone 4S erzielt habe. Ohne Blitz!











Fazit: sobald die Dämmerung einsetzt fotografiere ich nur noch mit dem iPhone. Ich bin hingerissen vom Ergebnis.