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Mittwoch, 4. September 2013

Stadt im Stadtstaat: Bergedorf

Dank der interessante Serie "365 Orte, die Sie in Hamburg gesehen haben sollten" aus dem Hamburger Abendblatt habe ich nicht nur das Kleinod des Römischen Gartens entdeckt, sondern heute habe ich mich mal auf den Weg nach Bergedorf gemacht.

Bergedorf ist zwar ein Stadtteil Hamburgs, aber aufgrund seiner Insellage ganz im Südosten irgendwie doch ganz fern. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Bergedorf im Jahr 1162 und im Jahr 1275 hat Bergedorf den Status "Stadt" erhalten. 

Von 1420 bis 1867 stand Bergedorf unter beiderstädtischer Verwaltung Hamburgs und Lübecks, die sich gemeinsam 1420 aufgemacht haben, in einem Krieg Bergedorf zu erobern - was ihnen nach einem Tag gelungen ist. Danach haben Hamburg und Lübeck das eroberte Gebiet (Bergedorf, Vierlande, Geesthacht und den halben Sachsenwald) gemeinsam, aber abwechselnd (zunächst alle vier, ab 1446 alle sechs Jahre) verwaltet.

Am 8. August 1867 hat Hamburg für 200.000 preußische Taler Bergedorf Lübeck abgekauft, so dass ab dem 1. Januar 1868 Bergedorf nur noch Hamburg gehörte. 

Bergedorf verlor seine Selbständigkeit als Gemeinde mit Einführung des Groß-Hamburger-Gesetzes vom 1. April 1937 und ist seitdem "nur noch" einer vieler Hamburger Stadtteile. Aber gleichzeitig auch ein Bezirk Hamburgs.

Prägend für Bergedorf ist das Schloss, die historische Altstadt mit den alten Fachwerkhäusern, der Stadthafen Serrahn mit den vielen Kanälen und die international bekannten Sternwarte.

Nu' aber genug des historischen Inputs, wer mehr wissen möchte, kann die Geschichte Bergedorfs auf Wikipedia nachlesen oder Aktuelles und Wissenswertes aus dem Bezirk Bergedorf der Homepage Bergedorfs entnehmen. 

Erwähnen möchte ich nur noch - aber das sieht man gleich an den Fotos -, dass Bergedorf glücklicherweise von den Bombenangriffen im 2. Weltkrieg größtenteils verschont blieb, so dass es heute noch die historischen Fachwerkhäuser vor allem in der Altstadt zu bewundern gibt.

Jetzt aber zu meinem heutigen Rundgang. In dem Abendblatt-Artikel hatte ich gelesen, dass der Stadthafen Serrahn direkt am Bahnhof liegt und alles weitere Sehenswerte direkt daran angrenzt. Also habe ich mich in die S21 gesetzt und bin bis Bergedorf gefahren.

Und richtig: man kommt aus dem Bahnhof raus, geht ungefähr 200m geradeaus und steht schon am Wasser. Am Anleger der Bergedorfer Schifffahrtslinie kann man zu den schönsten Touren starten. Schaut mal hier auf dieser Seite vorbei. Da gibt es - auch für mich - jede Menge zu erkunden.

Irgendwann werde ich eine der schönen Touren machen und hierüber berichten. Aber heute war ich zu Fuß unterwegs.




Von dort aus kommt man quasi automatisch zum Schloss und dem angrenzenden Schlosspark. Eine Idylle mitten in der Stadt. Aber das kennt man ja von Hamburg.








Was ich an Bergedorf mag, ist die Fußgängerzone in der Innenstadt. Das hat so einen gewissen Flair. Als ob man ganz woanders ist, aber eben nicht in Hamburg. Aber das ist man irgendwie ja auch. 




Am Kaiser-Wilhelm-Brunnen, von dem ich nur den Brunnenkopf fotografiert habe, steht ein altes Gebäude mit einem schönen, plattdeutschen (?) Spruch





Zupacken ist also die Devise. Oder auf neudeutsch: "nicht lang' schnacken, machen".

Als ich neulich in Stadthagen gewesen bin, haben mich ja bereits die Fachwerkhäuser fasziniert, die eine willkommene Abwechslung zu dem bisher von mir Gesehenen bieten. Obwohl, je länger ich darüber nachdenke, ist das der totale Quatsch, den ich hier erzähle, schließlich gibt es auch in Hamburg jede Menge gut erhaltener Fachwerkhäuser. Man muss nur an die Deichstraße, Cremon etc denken. 

Zurück zum Thema: die Fußgängerzone Bergedorfs ist umgeben von wunderschönen alten Gebäuden, die der Altstadt den besonderen Flair geben. Wie gesagt: ich hatte nicht das Gefühl, in Hamburg zu sein.








Das war es denn auch schon für heute. Mal sehen, wo es mich als nächstes hinzieht.







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