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Samstag, 10. August 2013

Der Baakenhafen .... irgendwann wird gewohnt

Heute war es wieder einmal soweit: ein neuer Abschnitt der Hafencity wurde mit großem Pompom und "Bürgerfest" eröffnet: der Baakenhafen und die Baakenhafenbrücke. Direkt an der U-Bahnstation "Hafencity Universität" der Linie U4, die im Übrigen ab heute in den regulären Betrieb aufgenommen wurde, gelegen, befindet sich der Baakenhafen.

Und wie nicht anders zu erwarten war, wollten dort ziemlich viele Menschen hin.

Und wie auch nicht anders zu erwarten war, war direkt im U-Bahnhof, dort, wo also die Bahnen ankommen KEIN einziges Hinweisschild zu sehen, welchen der zwei Ausgänge man also nehmen soll.

Der eine Ausgang weist auf das Prototyp- (Auto-) Museum und die Hafencity Universität hin und der andere zur Versmannstraße. Ich behaupte von mir, mich ziemlich gut auszukennen, da ich ja öfter in der Hafencity bin, aber Automuseum erschien mir als Ausgang unlogisch. Also wählte ich den anderen Ausgang - welcher sich dann als der falsche Ausgang entpuppte.

Wenn man dann die gefühlt 180 Treppenstufen erklommen hat, also bereits wieder fast draußen ist, wird man von einem Hinweisschild begrüßt. Danke! DAS unten am Bahnsteig und jeder hätte Bescheid gewusst.


Der Ausgang Versmannstraße ist damit auch der denkbar ungünstigste; denn man landet beim Ausstieg im tristen Nirwana. Nicht gerade einladend dort. Aber man konnte bereits die Menschenmenge erkennen, die zur offiziellen Brückeneröffnung dort war. Also bin ich dort natürlich auch hingegangen.




Ich kam gerade noch rechtzeitig, um die letzten Farbtupfer des Mini-Feuerwerks mitzubekommen und dann wurde die Brücke auch schon eröffnet.



Eröffnung der #Baakenhafenbrücke #Hafencity #welovehh by @kurzundknapp4


Die neue Baakenhafenbrücke mit der kleinen Piazza davor gefällt mir. Man hat einen wunderschönen Blick und dort auf den Stufen zu sitzen und auf den Hafen zu schauen ... Man könnte ins Träumen kommen. Was mir allerdings am besten an der Brücke gefällt: sie ist von der Piazza aus barrierefrei erreichbar. Die Schräge scheint zumindest für meine Laiensicht nicht zu schräg zu sein, so dass sie für Rollstuhlfahrer hoffentlich kein großes Hindernis darstellt.



Auf der Länge der Brücke waren ein, zwei Buden aufgestellt, die Menschen schlenderten gemütlich über die Brücke und hielten lediglich inne, weil sie den Blick in Richtung Überseequartier / Elbphilharmonie aufnehmen wollten oder aber, um dem Tango-Tanz zu verfolgen. Dazu aber folgt ein gesonderter Beitrag. Oder aber, um sich die Darbietung der Kleinkunst anzusehen.



Kleinkunst #baakenhafen #hafencity #welovehh by @kurzundknapp4


Am anderen Ende der Brücke war ein großes Zelt aufgebaut, wo eine Jazz-Kombo aufspielte und rundherum war die Straße für den Autoverkehr gesperrt, so dass man dort herrlich entspannt entlang schlendern konnte.



Gemütliche Eröffnung #baakenhafen #welovehh #hamburg by @kurzundknapp4


Natürlich bin ich dann also gemütlich dort entlang geschlendert und habe jede Menge Fotos mitgebracht.







Das erste Projekt, das im Baakenhafen entsteht und im Dezember 2015 eröffnet wird ist das Jufa Hamburg Hafencity Hotel, ein Familienhotel mit Kletterabenteuer im Freien sowie einer Indoor Spielewelt. 



Der View Point Aussichtsturm hat im Baakenhafen nun auch seine neue Heimat gefunden und von dort aus hat man einen schönen Überblick über den Hafen.






An der Westspitze des Baakenhafens, dem Baakenhöft, wird heute noch Kakao gelagert. Hier nämlich in der 8.000 qm großen Lagerhalle, dem ehemaligen Afrikaterminal, wird nur noch ein kleiner Teil als Lagerfläche genutzt, die Freifläche wird laut Hinweisschild in den nächsten 10 Jahren nicht bebaut, sondern steht als Kultur- und Eventort zur Verfügung.  


Was ich hier allerdings entdeckt habe, das ist mir einen separaten Blogbericht wert und daher möchte ich hier an dieser Stelle nicht weiter drauf eingehen.




Hier mitten im Hafenbecken wird das zweite Projekt umgesetzt. Die Wasserhäuser HafenCity, die aus sechs Wohntürmen bestehen werden und regelrecht im Wasser gebaut werden. Wann dieses umgesetzt wird .... man weiß es nicht. Oder zumindest wurde es uns nicht erzählt.


Auf dieser Fläche, die zu den Elbbrücken weist, werden die Gebäudekomplexe der Wohnungsbaugenossenschaften und anderer Bauunternehmen entstehen. Bis zum Jahr 2020 sollen hier rund 1.800 Wohnungen entstehen. Also nicht nur hier auf dieser Freifläche, sondern im gesamten Baakenhafenareal.


Ein Drittel dieser neu gebauten Wohnungen werden öffentlich geförderte Wohnungen sein und viele weitere werden sich im mittleren Preissegment befinden, so der Werbeflyer. Die meisten der vier- bis siebengeschossigen Gebäude öffnen sich mit grünen Innenhöfen zum Wasser hin. 










Im Rahmen des Hamburger Sommers in der Hafencity war heute auch wieder jede Menge los für die Kinder. So konnten im Baggerpark Kinder und Junggebliebene nach Herzenslust selber mal auf dem Bagger sitzen und mit der Schaufel den Sand umgraben. Der Andrang war nicht schlecht.


Kaum hatte ich die beiden weißgekleideten Künstler angesprochen, ob ich sie fotografieren dürfte, fand ich mich auch schon mitten in einer Installation wieder. Sie haben mich und weitere Passanten und Kinder mit einem Maßband umwickelt und hatten pantomimisch ihren Spaß. Und wir auch.




Anmerkung am Rande von mir: wer mich und meine Blogberichte kennt, der weiß, dass ich Personen, die mir frontal in die Linse laufen, oder klar zu erkennen sind oder eben insbesondere auch Kinder, grundsätzlich unkenntlich mache und die Gesichter wegretouchiere. Es ist also pure Absicht und kein Fehler im Bild.



Die nächste Aktion im Rahmen des Sommers in der Hafencity war der Kunstturm. Die Kinder können ihrer Fantasie freien Lauf lassen und die entstandenen Bilder werden dann auf diesem Kunstturm präsentiert.



Am Ende meiner Tour bin ich dann auch auf den View Point gestiegen, um nochmals abschließend den Baakenhafen von oben zu fotografieren.


Blick vom ViewPoint auf den #baakenhafen #hafencity #welovehh by @kurzundknapp4












Am Ende hat mich dann wieder der schönste U-Bahnhof der Welt, oder na gut, der schönste U-Bahnhof Hamburgs empfangen und ich trat meinen Heimweg an.

Mein Fazit: der Baakenhafen könnte sich entwickeln. Die Piazza vor der Brücke könnte schön werden im Sommer ...


Kommentare:

  1. Nachhaltigkeit in Schilda: Man baut eine teure Brücke, stellt dann fest, dass diese zu breit ist und schraffiert in der Mitte einen Bereich der nicht befahren werden soll.
    Die beiden Fahrradstreifen etwas zu vergrößern, wäre wohl zuviel des Guten gewesen. HH ist schließlich Autostadt.

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    1. Ach, daran liegt es? Ich hatte mich schon gefragt, was die breite Fläche in der Mitte soll und dachte mir, da wollen die schöne Verkehrshindernisse noch hinbauen. Wenn es an der Breite liegt .... ja, das würde zu den Planern passen. Statt für Fahrradfahrer mehr Platz einzuplanen, lieber Platz verkommen lassen.

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  2. Tschulligung aber Vossicht mit simplen (Vor-)Urteilen:
    Könnte es nicht auch sein, dass die Brücke deswegen so breit ausgelegt wurde, damit eine spätere intensivere Verkehrsnutzung z.B. durch die Anwohner dort möglich sein wird? Denn es wäre ja sehr widersinnig, wenn man ein paar Milliönchen in eine Brückenbreite investiert, von der man "hinterher feststellt, dass sie zu breit ist".
    Was die Fahrradstreifen angeht, so sind diese mit Sicherheit ausreichend breit ausgelegt um ein Fahrrad in einer Richtung fahrend aufzunehmen ohne Sicherheitsrisiko, für so etwas gibt es nämlich Entwurfsrichtlinien.
    Auch scheinen mir nach den Fotos zu beurteilen selbst die heutigen Gehwege breit genug zu sein um -bei eventueller späterer 4-spuriger Nutzung der Straße- Fahrradfahrer und Fußgänger aufzunehmen.
    Alles nur eine Vermutung von mir, ich kenne die Planungen nicht, aber es ist nicht immer nur alles Schildbürger, weil jemand sein Gehirn nicht anstrengen mag.
    Grüße
    Think-ing-Isi

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    1. Vielleicht ist es aber auch eine Sicherheitsmaßnahme aus Windgründen. Wenn es nämlich mal so richtig stürmt, in der Mitte aber der Sicherheitsstreifen ist, kommen sich die Autos nicht so nah. Nur ne Idee. Mein Eindruck war, dass sowohl die Fahrrad- als auch die Gehwege ausreichend breit sind.

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    2. Sie meinen wohl intensive Autonutzung sobald sich der Pendlerverkehr aus dem Süden seine Abkürzungen durch die Hafencity sucht. Leider lassen sich selbst bei größtem Wohlwollen nur 3 Fahrspuren rausquetschen. Man kann es drehen wie man will, die Straßenplanung in der Hafencity hat die Nachhaltigkeit der 70er Jahre und ist eine vertane Chance für einen zukunftsweisenden Verkehrsmix.
      Für Kreuzungen wie z.B. Osakaallee/Brooktorkai oder Am Sandtorpark/Sandtorkai mit Ihren aufgeblasenen Abbiegespuren a´la Dubai finde ich "Schilda" noch ein nettes Kompliment. Von den 6 Fahrspuren vor der Hafencity-Uni, die den Lohsepark entgültig zerschneiden, ganz zu schweigen.
      Die Hamburger Hafencity wird an dem Autoverkehr ersticken, den sie sich ohne Not heranholt.
      Fahren Sie mal mit dem Rad vom Jungfernstieg über die Bergstraße ins Überseequartier und dann wiederholen Sie hier Ihr Statement von guter Stadtplanung...;))

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    3. Ihrem Statement kann ich nichts hinzufügen bzw. dieses kommentieren. Dazu mangelt es mir nicht nur an Wissen, sondern auch an persönlicher Erfahrung, die dies nachvollziehen kann, da ich zu selten dort bin. Ich bin nämlich eine derjenigen, die aus ihren grünen außer-innerstädtischen-Stadtteilen am Wochenende gern in die Hafencity fahren. Dann allerdings per U-Bahn oder per StadtRAD ab Hauptbahnhof. Das Verkehrsproblem entzieht mich also meiner Kenntnis.

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