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Samstag, 1. Juni 2013

Wächst der noch?

Nein, er wächst nicht mehr. Die Rede ist von Hamburgs kleinstem Leuchtturm, das Leuchtfeuer Bunthaus, das 1913 erbaut wurde. Der sechseckige Holzturm misst gerade mal 6,95m - wunderbarerweise ist er aber für die Öffentlichkeit begehbar.

In meinem gestrigen Posting über den Römischen Garten Hamburg habe ich ja darüber berichtet, dass ich mir aus der Abendblatt Serie der sehenswerten Orte Hamburgs so einige Notizen gemacht habe, was ich mir nach und nach ansehen möchte. Und daher habe ich mich heute auf den Weg gemacht.

Das Navigationsgerät wurde also auf "Moorwerder Hauptdeich" eingestellt und los ging die Fahrt. Für mich völlig überraschend - ich hab's nicht so mit der Orientierung in mir unbekannten Gebieten - führt der Weg an dem Naturschutzgebiet Heuckenlock vorbei, das ich ja bei klirrender Kälte im Januar aufgesucht habe. Zurzeit ist ein Teil davon gesperrt, da dort ein Seeadlerpaar brütet und man sah die eine oder andere Gruppe Menschen auf dem Deich stehen, die ihre Ferngläser alle in die gleiche Richtung gehalten haben.

Dort an der Bunthäuser Spitze, meinem Ziel, kann man gut parken, es ist ein kleiner Parkplatz für ca. 10 Autos vorhanden und zumindest heute parkten dort nur zwei weitere Wagen. Ich würde allerdings immer am Wochenende dorthin fahren, da direkt an der Stelle eine Schule und ein Betrieb ist und ich nicht weiß, ob der Parkplatz von den Angestellten genutzt wird.

Vom Parkplatz aus sieht man schon direkt die Elbe und nach ca. 10 m ist man in einem kleinen Naturschutzgebiet.



Ich liebe ja solche abgeschiedenen Orte. Perfekt für ein Picknick...

Was aber fehlte, war der Leuchtturm. Ich habe dann versucht, ihn von der Bucht aus zu erblicken, aber Fehlanzeige! Innerlich habe ich schon das Abendblatt für die ungenauen Ortsangaben verflucht und bin zum Auto zurück gegangen.

Manchmal aber eröffnen sich ungeahnte Wege; denn ganz plötzlich habe ich einen Sandweg entdeckt, der links neben dem Schulgelände langgeht und siehe da - dort war ein Schild "Wanderweg Bunthäuser Spitze". Das hörte sich für mich gut an, also bin ich den entlang gegangen.

Wer Natur pur, sattes Grün und Wege, die optimal auch für einen Hundespaziergang sind, liebt, der sollte diesen Weg einschlagen; denn er ist einfach nur schön.


Ich habe mich allerdings gefragt, was denn hier wohl erbaut wurde. Weit und breit ist nämlich kein Gebäude zu sehen. Nur dieser Weg im Naturschutzgebiet.

So - und am Ende des Wanderweges angekommen ist er nun: Hamburgs kleinster Leuchtturm. Richtig knuddelig. Und wie gesagt, man kann ihn besteigen und hat einen wunderschönen Blick von dort oben auf die Elbbuchten der Norder- und Süderelbe.





Auch hier war ich die einzige Besucherin und hing so meinen Gedanken nach. Es ist der perfekte Ort, um beispielsweise einen Sonnenuntergang oder -aufgang zu genießen, dort oben zu zweit zu sitzen und einfach nur die Herrlichkeit der Natur in sich aufzunehmen oder, oder, oder .... 

Ich war hier garantiert nicht das letzte Mal. Oder? Doch! Alleine schon.


Kommentare:

  1. Sieht sehr nett aus, der Kleine - aber Bungee-jumpen kann man von der Höhe... ähhh Tiefe nicht so recht *gg* (falls man das denn wollte ;-) )

    Wuff und Wedel,
    der schwarze Hund mit Herrschaften

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    1. Nee, Bungee wäre nicht so wirklich ideal. Obwohl ... wäre vielleicht eine neue Geschäftsidee. Bungee für Höhenängstliche. Extrem kurzes Gummi und dann wird das schon :-)

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  2. Den kannte ich noch gar nicht - danke für die Vorstellung!

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    1. Gern. Ich habe beim Lesen der Serie festgestellt, dass ich noch so einiges nicht kenne - was ich jetzt nach und nach nachhole :-) für weiteren Input ist also gesorgt

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