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Dienstag, 24. April 2012

Cu vi volas trinki kafon?


Hä? Was will die uns denn jetzt erzählen?

Ich habe mich gerade daran erinnert, wie ich vor langer Zeit (es ist bestimmt 20 Jahre her, wenn nicht sogar noch länger) einmal einen Kurs in Esperanto belegt habe.

Esperanto ist eine so genannte Plansprache, eine künstlich geschaffene Sprache, die das Ziel hat, dass möglichst alle Menschen nur diese eine neutrale Sprache sprechen und sich so Völker übergreifend verstehen können. Sie ist 1887 bereits entwickelt worden und wird heute in über 120 Ländern, vorwiegend in (Ost)-Europa, Ostasien und Brasilien gesprochen.

Ich fand die Idee so klasse, dass ich mich damals angemeldet hatte und es heute immer noch bedauere, dass sich die Idee nicht so wirklich durchsetzen konnte. Denn es gibt keine einfacher zu lernende Fremdsprache als die des Esperanto. Und da kann ich mitreden, da ich ja mittlerweile neben deutsch und englisch auch französisch und italienisch spreche und irgendwann auch mal spanisch gelernt habe. Wobei ich die romanischen Sprachen total einfach zu erlernen fand, weil das für mich einfach nur logisch war mit den ganzen Regeln. Allerdings gibt es in den Sprachen hiervon ja nunmal so extrem viel. Wenn ich nur bei Deutsch an diese komischen Dinger wie Plusquamperfekt (nicht Plumperquatsch), vollendete Vergangenheit, tausend verschiedene Zukunftsmöglichkeiten, die aber doch irgendwie Vergangenheit sind, denke. Da freut es mich doch immer wieder, dass deutsch meine Muttersprache ist und ich sie nie als Fremdsprache lernen musste.

Im Esperanto hingegen gibt es nur 3 Zeiten: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Mehr braucht der Mensch ja nun eigentlich auch nicht. Entweder etwas ist, war oder wird. Reduzierung auf's Wesentliche eben.

Die Grammatik ist auf das Notwendigste beschränkt und so enden zum Beispiel alle Substantive auf -o und alle Adjektive auf -a: suno – Sonne, suna – sonnig.

Ein produktives Wortbildungssystem verringert die Zahl der zu erlernenden Wörter erheblich. Kernstück dieses Systems sind Bildungswörter wie zum Beispiel -ist-, das eine Tätigkeit bezeichnet und als Nachsilbe an andere Wörter angehängt werden kann: arto – Kunst, artisto – Künstler, maro – Meer, maristo – Seemann.Das Esperanto-Alphabet umfasst 28 Buchstaben. Ein Buchstabe entspricht immer demselben Laut. Die Betonung liegt immer auf der vorletzten Silbe.

Und wo kann man das lernen? Hier in Hamburg gab es damals zumindest einen Esperanto-Verein, bei dem man das zu sehr günstigen Preisen lernen konnte. Diesen Verein scheint es nicht mehr zu geben, zumindest habe ich ihn nicht ausfindig machen können.

Ich fand es damals klasse, mich mit meiner Freundin, die es mit mir gemeinsam gelernt hat, auf Esperanto zu unterhalten und garantiert keiner verstanden hat, was wir gesagt haben, sondern wir wurden einfach nur komisch angeguckt.

Aber: es gibt lernuHier kann man kostenlos und einfach im Internet die Sprache erlernen. Ich glaube, ich werde mich hier nochmals reinknien. Denn irgendwie bringt es doch Spaß.

Und wie heißt nun der Titel? Volas = wollen, trinki = trinken, kafon = Kaffee

Also: "möchtest du Kaffee trinken?" Ich als Kaffeetante habe mir natürlich diesen Satz als erstes gemerkt und er ist auch (leider) der einzige Satz, der bei mir hängen geblieben ist.

Kommentare:

  1. Einfach mal Esperanto und Hamburg in eine Suchmaschine eingeben und sofort kommt: http://esperanto-hamburg.de

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  2. Okay, danke für den Hinweis. Habe ich dann wohl falsch eingegeben. Aber über Google+ sind wir ja weiterhin in Kontakt. Ich schaue mir das mal an

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